Stress beginnt im Kopf

Stress beginnt im Kopf

Zu Stress kommt es, weil wir ihn erzeugen oder zulassen. Es ist keine Sache, die einfach so vom Himmel fällt. Stress beginnt im Kopf,und zwar in Deinem und deshalb kannst auch nur Du alleine ihn stoppen.

 

Stress beginnt im Kopf, und zwar in Deinem

 

„Entspann Dich, Deutschland,“ so lautet das Moto einer von der TK in Auftrag gegebenen Stressstudie von 2016. Laut dieser Studie fühlen sich 60% der Bundesbürger gestresst. Stress ist in aller Munde. In einigen Gesellschaftsgruppen wird Stress sogar zum Statussymbol stilisiert. Wer Stress hat ist wichtig!

Doch der wohl größere Teil aller stressgeplagten Bundesbürger leidet unter dem anhalten Stress. Die Symptome sind von Mensch zu Mensch verschieden. Die folgenden Aufstellungen haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und können auch andere Ursachen haben.

 

Stress Symptome können sein:

  • Herz- Kreislaufbeschwerden
  • Schmerzen wie Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Rückenschmerzen
  • Störungen des Magen- Darmtraktes wie Sodbrennen, Reizdarm
  • Appetitlosigkeit oder Heisshunger
  • Schlafstörungen
  • unkontrollierte Zuckungen
  • Allergien
  • Vergesslichkeit, Wortfindungsstörungen
  • Nervosität wie Zähneknirschen, Nägelkauen
  • chronische Müdigkeit
  • Erektionsprobleme

 

darüber hinaus fühlte ein chronisch gestresster Mensch sich:

  • ständig unter Strom, innerlich unruhig
  • überfordert,
  • in der Falle, wie in einem Hamsterrad gefangen
  • schlecht gelaunt, gereizt bis aggressiv
  • unzufrieden, lustlos
  • deprimiert über den Zustand

 

ein permanent hoher Stresspegel kann zu folgenden Krankheiten führen:

  • Insulinresistenz
  • Depressionen
  • Verschlechterung der Multiplen Sklerose
  • erhöhtes Risiko an Krebs zu erkranken
  • erhöhtes Risiko für Alzheimer
  • Zunahme kardiovaskulärer Erkrankungen

 

Chronischer Stress endet immer in einer Einbahnstrasse, in seelischer und körperlicher Erkrankung.  Stressbedingte Krankheitsausfälle kosten Arbeitgeber und Krankenkassen über 50 Milliarden Euro im Jahr. An Burnout Erkrankte sind oft über viele Monate nicht arbeitsfähig. Auch weiß man, dass an Burnout Erkrankte in den seltensten Fällen zu ihrer alten Leistungsfähigkeit zurückfinden.

Die Aussage „Stress beginnt im Kopf“ erhält vor diesem Hintergrund einen ganz neuen Stellenwert. Prävention ist das oberste Gebot. Genau in der Prävention liegt die Macht jedes Einzelnen nicht an Stress und Burnout zu erkranken, denn „Stress beginnt im Kopf.“

Entspannt den Stress beseitigen 

Stress beginnt im Kopf

Wie Du mit diesen 5 Regeln dem Stress ein Schnippchen schlägst

 

Medizinisch gesehen ist Stress eine gesunde Reaktion des Körpers um ihn kurzfristig leistungsfähig zu machen. Der Körper spannt an, um eine Anforderung zu meisten. Hat der Körper diese Anforderung bewältigt, so entspannt er wieder und nichts ist geschehen. Diese Art von Stress hat keinerlei krankmachenden Effekte.

Der Stress von dem wir reden ist der chronische Stress. Das bedeutet, der Körper kommt überhaupt nicht mehr aus der Anspannung heraus. Diese Art von Stress lässt uns an Körper und Seele erkranken.

Stressprävention betreiben bedeutet den Körper von der Daueranspannung wieder in die Entspannung zu bringen.

 

Regel Nr 1: Entspannung

Du kannst dich mit passiven Methoden entspannen, wie:

  • Musik hören
  • ein Buch lesen
  • ein Entspannungsbad nehmen
  • in die Sauna gehen
  • ein Museumsbesuch
  • spazieren gehen, raus in die Natur
  • Achtsamkeit üben

Du kannst aber auch aktive Entspannungstechniken anwenden wie:

  • Autogenes Training
  • Meditation
  • progressive Muskelentspannung

Sorge dafür, dass Du während der Übungszeiten nicht gestörrt wirst. Telefon aus, Klingel abstellen und ein Schild an die Tür „Bitte nicht stören.“ Am Besten nimmst Du Dir diese Auszeit immer zur selben Zeit und am Selben Ort. Mache ein Ritual daraus.

Die Entspannungsübungen solltest Du regelmäßig zur Stressprävention machen, aber auch in akuten Stress-Situationen kannst du sie einsetzen. Du denkst das geht nicht, es sei kein passender Ort, noch die Zeit dafür da. Falsch. Zur Not kannst Du in die Toilette gehen und ein paar Minuten deine Entspannungsübung machen.

Lebe mit dem Bewusstsein „Stress beginnt im Kopf“ und du wirst immer Zeit und den passenden Ort finden, um Dich vor Stress zu schützen.

 

Regel Nr 2: nein sagen

Wie viel Druck bliebe Dir erspart, wenn Du selbstsicher und souverän ein „Nein“ aussprechen könntest.

  • Deine Erwartungen an Dich selber sind hoch
  • Du willst nicht als egoistisch gelten
  • Dir wurde anerzogen, immer lieb und nett zu sein und ja zu sagen und
  • Du hast Angst vor Ablehnung.  

Diese Gründe lassen Dich immer wieder ja sagen. Dabei rebelliert es in Deinem Inneren, denn ein Nein wäre angesagt.

Es bedarf einer gesunden Portion Selbstbewusstsein um seine eigenen Bedürfnisse kund zu tun. Und das alles ohne schlechtes Gewissen. Es ist keine leichte Aufgabe, der Du Dich stellst, aber glaube mir es lohnt sich.

Stress beginnt im Kopf, und du beginnst mit dem Stressabbau indem du den Druck von dir nimmst und nicht mehr Everbody´s Darling sein willst.

 

Regel Nr 3: Bewegung

Stell dir vor, ein Steinzeitmensch ist auf der Jagd. Plötzlich steht ein Mammut vor ihm. Höchster Stress ist angesagt. Der Körper schüttet das Stress-Hormon Cortisol in großer Menge aus. Der Steinzeit-Jäger rennt hinter dem Mammut her und erlegt es im Kampf. Durch die Bewegung wird das Cortisol wieder abgebaut. Der Steinzeitmensch kann glücklich und zufrieden zu seiner Familie zurückkehren.

Wie anders sieht es heute aus? Du sitzt auf deinem Bürostuhl und musst dich von deinem Chef ungerecht behandeln lassen. Du rennst nicht weg oder kämpfst mit deinem Chef. Nein, Du frisst alles in dich hinein. Nach der Arbeit trägst Du den Ärger vielleicht noch mit nach Haus und unter Umständen grübelst du sogar Nachts im Bett noch über diese Ungerechtigkeit nach. Das Stress-Hormon Cortisol das bei Dir genauso wie beim Steinzeitmenschen produziert wurde hat keine Chance abgebaut zu werden. Cortisol, das uns optimal für den Kampf oder die Flucht vorbereitet verursacht

  • schwitzen
  • die Pulsfrequenz steigt an
  • die Blutzuckerproduktion wird stimuliert
  • die Verdauung verlangsamt sich

Das alles sind für den modernen Menschen, der sich kaum noch bewegt Risikofaktoren, die letztendlich sogar zum Tod führen können.

Stress beginnt im Kopf, ist auch hier wieder einmal die passende Aussage. Bewege Dich mehr und Du betreibst eine der effektiven Stress-Präventionen.

 

Regel Nr 4: Akzeptieren was ist

Hätte, sollte, wenn und aber gehören für eine erfolgreiche Stress Prävention sofort auf den Friedhof. Was nutzt es daran zu denken, was hätte sein können. Durch solche Gedanken, die in Grübeleien ausarten können, produzierst Du enorm viel Stress.  Die Vergangenheit ist vorbei. Jetzt ist der einzige Zeitpunkt der zählt. „Ja aber, mein Chef …“ Die Aktion Deines Chef`s kannst Du nicht ändern, Du kannst nur deine Reaktion auf Deinen Chef ändern. Es liegt alleine an Dir wie Du auf eine Gegebenheit reagierst. Lesenswerte zu diesem Thema ist das Buch  „Lieben was ist“ von Byron Katie.

Und auch im alten China wusste man schon, „Du kannst nicht verhindern, dass die Vögel der Zwietracht und des Neides über Dich hinwegfliegen. Du kannst aber sehr wohl verhindern, dass sie Nester in Deinem Kopf bauen.“

 

Regel Nr 5: Perfektionismus

Es ist ein großer Fehler, keine Fehler machen zu wollen. Perfektionisten sind sich nie selber gut genug. Selbstredend, dass Perfektionismus mit zu den größten Stressoren zählt. Dieser Stress braucht noch nicht einmal einen äußeren Anlass, kein Dritter ist mit vom Bunde.

  • lerne das Leben gelassener zu nehmen
  • mache Entspannungsübungen wie Yoga und
  • übe Dich in der Kunst des ruhigen Atems
  • wahrscheinlich täte dir auch ein zusätzliches Quantum an Selbstbewusstsein gut

Die Wege weg vom Perfektionismus kannst Du Dir alle „aneignen“. Mache Dich auf und gib auch in diesem Bereich dem Stress keine Chance, denn hier gilt wie schon zuvor „Stress beginnt im Kopf.“

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Stress beginnt im Kopf, ja oder nein. Freue mich Deine Meinung zu erfahren.

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