Warum finanzielle Angst schädlich für deine Gesundheit ist

Vielleicht kennst du die folgende Situation: du hebst Geld von deinem Konto ab, traust dich aber nicht, auf deinen Kontostand zu sehen.

Dieses Phänomen nennt man finanzielle Angst.

In diesem Artikel erkläre ich dir, was finanzielle Angst ist, wie sie entsteht und wieso sie für deine Gesundheit schädlich ist. Abschließend gebe ich dir noch einige Tipps mit auf den Weg, wie du zukünftig dagegen tun kannst.

Was ist finanzielle Angst?

Finanzielle Angst kann sich in vielerlei Ausprägungen äußern. Sie ist eine sehr komplexe Art der Angst, die sich tief in unseren Bedürfnissen widerspiegelt. Finanzielle Sicherheit steht im übertragenen Sinne für den Urtrieb des Überlebens, der in jedem von uns tief verankert ist.

Während unsere Vorfahren nach Essen und einem sicheren Unterschlupf zum Überleben gesucht haben, äußert sich der Urtrieb des Überlebens heutzutage vor allem in einem: Geld. 

Einfach ausgedrückt lässt sich finanzielle Angst als Zustand beschreiben, der gegeben ist, sobald finanzielle Sicherheit fehlt.

Beispiele hierfür können sein:

  • Angst über den Wohlstand im Alter
  • Angst, den aktuellen Lebensstandard zu verlieren
  • Angst Geld zu verlieren / falsch anzulegen

Wie entsteht finanzielle Angst?

Finanzielle Angst kann aufgrund von unterschiedlichen Dingen entstehen. In den meisten Fällen ist es der allgemeine Umgang mit Angst, der entscheidend ist, wie ausgeprägt die finanzielle Angst letzten Endes ist. 

Deine allgemeine Risikobereitschaft ist ebenfalls ein Faktor. Frag dich einfach mal selbst: Wie risikobereit gehst du durch den Alltag und wie gehst du mit Angst um?

Oftmals spielen hier Erfahrungswerte aus der Vergangenheit eine große Rolle. 

Auch das Umfeld kann ein entscheidender Indikator sein. Wenn du dich zum Beispiel mit Menschen umgibst, die gerne Geld sparen und zögerlich mit Investitionen sind, dann wird das Verhalten deines Umfelds auf dich abfärben. Man sagt schließlich nicht umsonst:

“Du bist der Durchschnitt der 5 Menschen, mit denen du am meisten Zeit verbringst”

Warum finanzielle Angst schädlich ist

Finanzielle Angst ist, wie der Name bereits sagt, eine Art der Angst. Je nachdem wie ausgeprägt, kann sie deinem Körper und Geist unterschiedliche Schäden anrichten. Übelkeit, innere Unruhe und eine erhöhte Reizbarkeit sind nur einige der vielen Symptome für Angst, die durch finanzielle Sorgen hervorgerufen werden können.

Stress

Stress ist in vielen Blickwinkel schädlich für den Körper aber auch für den Geist. Wenn sich dein Körper im Stresszustand befindet, entziehst du diesem die Ruhepausen und das kann deinem Körper ganz schön zusetzen.

Obschon Stress eine natürliche Körperreaktion auf einen Ausnahmezustand ist, der unseren Vorfahren das Überleben gesichert hat, ist dieser in der heutigen Zeit weitestgehend negativ auszulegen. Es gibt zwar positiven Stress, der dir vorübergehend Vorteile bringen kann, aber

hier liegt der Fokus ganz klar auf dem Begriff “vorübergehend”. 

Sobald Stress chronisch wird, ist stets mit negativen Auswirkungen auf die Gesundheit zu rechnen. Haarausfall, Burnout, Magenschmerzen bis hin zur Depression sind alles Krankheiten, die durch Stress verursacht werden können.

Angst und somit auch finanzielle Angst, fördert die Bildung von Stress und ist deshalb ein aktiver Beschleuniger für Stress und somit schädlich für deine Gesundheit.

Dich aktiv mit deiner finanziellen Angst auseinanderzusetzen, ist also eine gute Möglichkeit um Stress zu reduzieren.

Hindert dich am Entscheidungen treffen

Finanzielle Angst hindert dich daran, aktiv Entscheidungen zu treffen. Dabei sind nicht nur rein-finanzielle Entscheidungen gemeint, sondern Entscheidungen aller Art. Zum Beispiel wirst du beim Lebensmitteleinkauf gezielter Produkte vergleichen oder dir oftmals die Frage stellen: “brauche ich das wirklich?”.

Auf der einen Seite gleicht finanzielle Angst zwar den Symptomen des minimalistischen Lebensstils, aber die Grundmotivation ist eine andere. Leute, die unter finanzieller Angst leiden, wollen Dinge kaufen, können es sich aus ihrer Sicht allerdings nicht leisten, während Minimalisten die Dinge nicht kaufen, weil sie es nicht möchten.

Aus einem finanziellen Blickwinkel betrachtet werden Leute, die an finanzieller Angst leiden, kaum finanzielle Risiken eingehen, da diese größer erscheinen, als sie tatsächlich sind. Unterm Strich verschlechtert sich in den meisten Fällen die finanzielle Situation durch ein solches Verhalten.

Was kann ich gegen finanzielle Angst unternehmen?

Um finanzielle Angstzustände zu überwinden, kannst du den folgenden Prozess anwenden: 

  1. Führe dir deine finanzielle Angst bewusst vor Augen
  2. Hinterfrage deine finanzielle Angst
  3. Stelle dich deiner finanziellen Angst

Führe dir deine finanzielle Angst bewusst vor Augen. Da viele Ängste aus dem Unterbewusstsein stammen, ist dieser Schritt besonders wichtig. Du kannst schließlich nur an den Ängsten und Problemen arbeiten, die du kennst. 

Hinterfrage deine finanzielle Angst. Da jede Art der Angst, darunter fällt auch die finanzielle Angst, deine Wahrnehmung beeinflusst, musst du diese zwingend hinterfragen. Ähnlich wie bei positiven und negativen Gedanken, beeinflusst Angst als negative Emotion deine Wahrnehmung im negativen Sinn.

Mach dir einfach bewusst, dass es keine Gefahr gibt. Hier ein paar Fragen, die du dir stellen kannst, um der Gefahr den Wind aus den Segeln zu nehmen: 

  • Was ist das Schlimmste was passieren kann? 
  • Solltest du bei einer Entscheidung eine Gefahr sehen, Geld zu verlieren: ist das Geld wichtig für dein tägliches Überleben, oder ist es einfach nur ärgerlich, wenn du es verlieren würdest?
  • Kannst du dich von diesem finanziellen Rückschlag erholen? 

Stelle dich deiner finanziellen Angst. Wenn es um Angst geht, gibt es in der Regel nur einen Weg, sie zu beseitigen: sich dieser zu stellen. Ob du dich therapieren lässt, dich einer Hypnose unterziehst oder einen anderen Weg suchst, deine Angst aktiv zu bekämpfen: die Art, und Weise, wie du dich deiner finanziellen Angst stellst, liegt bei dir. 

Sofern du dich deiner Angst nicht stellst, manifestierst du sie weiter und gräbst sie quasi tiefer in dein Unterbewusstsein ein. Umso “tiefer” die Angst liegt, umso schwieriger wird es, sich dieser zu stellen, weil tiefe Ängste als viel größer dargestellt werden, als sie tatsächlich sind.

Über den Autor

Steve ist einer der beiden Founder von Mindmonia. Früher selbst sehr negativ eingestellt, möchte er heute den Menschen helfen, durch die Anwendung von Mindfulness das vollste Potenzial aus ihrem Leben zu schöpfen.

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